Vision

Meine Vision ist ein zeitgemäßes Schulsystem, in dem Lehrer:innen zu Lernbegleiter:innen werden und Schüler:innen ihre Lern- und Arbeitsprozesse selbstbestimmt und eigenverantwortlich in die Hand nehmen. Die Schüler:innen tauchen eigenständig und kollaborativ tief in die Themen ein und können dadurch ihre Fähigkeiten und Talente entfalten. Dieses Schulsystem bietet jedem:r Schüler:in die Möglichkeit, unabhängig vom sozialen Hintergrund oder Leistungsniveau auf individuelle Weise zu lernen. Als Lernbegleiter:innen unterstützen die Lehrer:innen ihre Schüler:innen in diesem Prozess und können somit ihre pädagogischen Fähigkeiten voll entfalten. Auch moderne Technologien werden in der Wissensvermittlung und dem Erstellen authentischer Leistungen genutzt. In einem solchen System werden die Schüler:innen bestmöglich auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts vorbereitet und haben eine Chance, ihr volles Potenzial auszuschöpfen.

Meine bildungswissenschaftliche Biografie

Mein Name ist Katharina Meiners (geb. Hamisch), ich bin freie Bildungswissenschaftlerin (M.A.) und ich setze mich für zeitgemäße Bildung ein. Damit du mich etwas besser kennenlernst, lese die nächsten Abschnitte. Wenn dir das zu detailliert ist, findest du unten eine Abbildung mit meinen wichtigsten Zwischenstationen. Weiter unten sind meine Veröffentlichungen, Vorträge & Workshops sowie Interviews aufgelistet. Einiges ist verlinkt und kannst du kostenlos nachlesen oder -hören.

Seit über zwanzig Jahren interessiere ich mich für eine gute Entwicklung junger Menschen. Gestartet hat es mit der Juleica (Jugendleiter:in-Card), die ich mit jungen 15 Jahren absolvierte und anschließend als Hilfsbetreuerin in Ferienlagern arbeitete. Mit 18 Jahren begann ich mein Lehramtsstudium mit dem Ziel, Schule besser zu gestalten, als ich es erlebt hatte. Ich wollte den individuellen Bedürfnissen der Schüler:innen mehr gerecht werden, als ich es kennengelernt hatte, so dass sie sich entsprechend ihrer Fähigkeiten und Ressourcen gut entwickeln können.

Auf der Suche nach guten Ansätzen machte ich parallel zum Studium freiwillige Praktika an reformpädagogischen Schulen. Dort lernte ich Ansätze kennen, die auf der einen Seite in ihrer Pädagogik mehr Freiheit ermöglichten und kreative  Methoden mitbrachten, auf der anderen Seite überraschte mich jedoch, dass es da irgendetwas gab, das sich in allen Schulkonzepten überschneidete. Damals konnte ich es noch nicht bennenen. Heute weiß ich, dass es systemische Grundstrukturen sind, die auch in freiere Schulkonzepte hineinwirken.

Die frühe schulische Praxis an der Universität Hildesheim war ein großer Segen und kann ich nur allen, die Lehramt studieren wollen, empfehlen. Hierdurch konnte ich nicht nur viele positive Erfahrungen in der Tätigkeit als Lehrerin sammeln, sondern auch viele Unterrichtsstunden halten. In der Rolle einer Lehrkraft zu sein, machte mich glücklich. Gerade weil die Schüler:innen so offen für die verschiedenen Ansätze waren, die ich mit ihnen ausprobierte. Nach einer Stunde in einer 8. Klasse kamen tatsächlich viele Schüler:innen aus anderen Klassen zu mir gerannt und fragten mich, wann ich bei ihnen in der Klasse Unterricht mache. Ein irres Erlebnis!

Doch in mir wurde der Konflikt immer größer, dass ich was verändern wollte. Ich merkte, dass dies im bestehenden System schwierig werden würde und mir vor allem mit dem Lehramtsstudium das dafür nötige Wissen fehlen würde. Ich wollte mehr wissen! Ich wollte wissen, wie das Schulsystem funktioniert, wollte Konzepte kennenlernen, wollte herausfinden, wie Schulentwicklung am besten klappt und noch vieles mehr!

Also ging es zum Studium der Erziehungswissenschaft (Hauptfach) und Soziologie (Nebenfach) an die Universität Bielefeld. Dort konnte ich mich mit meinen Fragen so richtig austoben! Trotz Bachelor-Master-System hatten wir dort eine große Freiheit. Ich lernte wissenschaftliches Denken und Schreiben, ging vielen meiner Fragen nach und fühlte mich in den Erziehungswissenschaften so richtig zu Hause!

Nach dem abgeschlossenen Bachelor ging ich aufgrund meiner Liebe zur Stadt Leipzig zum Master-Studium der Erziehungswissenschaft an die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Auch dort fand ich Dozierende und Professor:innen, bei denen ich meine Fragen vertiefen konnte, wenngleich das Studium nicht so frei gestaltet war, wie an der Uni Bielefeld. Es gab eine weniger große Auswahl an Themen und die Themen wurden den Dozierenden recht streng vorgegeben. Dadurch konnten die Dozierenden kaum ihre aktuellen Forschungsthemen in ihre Lehre einfließen lassen, wie ich es von der Uni Bielefeld kennengelernt hatte.

Dennoch hatte ich zwei Prüfer gefunden, bei denen ich meine Master-Arbeit zu Innovationen und Utopien im Schulsystem schreiben konnte. Vielen Dank an Prof. Dr. Andreas Hinz und Dr. Robert Kruschel! Der Titel der Abschlussarbeit lautete „Rekontextualisierung von Bildung aufgrund des sozialen Wandels“. Wenn du dich dafür interessierst, schreibe mich gerne an!

Im Anschluss an das Studium suchte ich nach einer Möglichkeit, meine innovative Perspektive für das Schulsystem auch beruflich umzusetzen. Leider stellte sich heraus, dass es einfach keine Jobs gab, in denen ich meine Ziele umsetzen konnte. Nach vielen bereichernden Umwegen über die Arbeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Schulforschung (Technische Universität Chemnitz und Universität Paderborn), Jobs in der schulischen Praxis und als Dozentin in der Weiterbildung für den schulischen Kontext (genauere Informationen siehe Bild unten), blieb mir am Ende keine Wahl, als mich selbstständig zu machen.

Was heißt keine Wahl? Letztendlich bin ich für die Selbstständigkeit wie geschaffen. Ich liebe es, mir Ziele zu setzen und Stück für Stück an deren Umsetzung zu arbeiten. Auch die oranisatorische Komponente stört mich kein Stück. Ich liebe es, mir alles selbst aufzubauen und all meine Fähigkeiten zu nutzen. Schwierig ist lediglich die finanzielle Seite. Für mein Ziel, Lehrer:innen und weitere Akteure aus dem schulischen Kontext mit Hintergrundwissen für Transformationen zu versorgen, habe ich bisher immer wieder die Entscheidung getroffen, auf Geld zu verzichten. Auf der einen Seite braucht man natürlich Geld, um beweglich zu bleiben, auf der anderen Seite verhindert die Zeit, die zum Geldverdienen benötigt wird, eben diese Beweglichkeit. Also habe ich mich immer für mehr Zeit und somit mehr Beweglichkeit entschieden.

Ich hoffe, dass sich dies nun auszahlt und ich viele Personen aus Schulen erreiche! Wenn du also Personen kennst, die mein Content inspirieren könnte, leite ihnen gerne diese Seite, meinen YouTube- oder Instagram-Kanal weiter!

Was biete ich dir als freie Bildungswissenschaftlerin?

Ich bilde Lehrer:innen weiter, unterstütze Bildungsstartups, bin forschend tätig, und setze das Projekt „Bildung on Tour“ auf Instagram und YouTube um. Mein Spezialgebiet sind Innovationen und Transformationen im Schulsystem, insbesondere zeitgemäße Unterrichtskonzepte (z.B. Deeper Learning) sowie die Themen Inklusion, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Globalisierung im Kontext von Schule.

Schau gerne in meinem Shop nach! Bestimmt ist etwas Passendes für dich dabei!

Wenn dich meine Arbeit insgesamt interessiert, schreibe mir eine Mail.

Publikationen

Grenzen.Gänge.Zwischen.Welten.

Hamisch, Katharina/ Kruschel, Robert (2021): Zwischen Individualisierungsversprechen und Vermessungsgefahr – Die Rolle der Schlüsseltechnologie Künstliche Intelligenz in der inklusive Schule. In: Schimek, Bernhard/ Kremsner, Gertraud/ Proyer, Michelle/ Grubich, Rainer/ Paudel, Florentine/  Grubich-Müller, Regina (Hrsg.): Grenzen.Gänge.Zwischen.Welten. Kontroversen – Entwicklungen – Perspektiven der Inklusionsforschung. Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt, 108-115

Seitz, Simone/ Hamisch, Katharina/ Kaiser, Michaela/ Slodczyk, Nadine/ Wilke, Yannik (2020): Inklusive Schulkulturen unter widersprüchlichen Vorzeichen. In: Dietze, Torsten/ Gloystein, Dietlind/ Piezunka, Anne/ Röbenack, Laura/ Schäfer, Lea/ Wachtel, Grit/ Walm, Maik (Hrsg.): Inklusion – Partizipation – Menschenrechte. Tranformationen in die Teilhabegesellschaft?. Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 251-258.

Hamisch, Katharina/ Kruschel, Robert (2019): Schlüsseltechnologie ‚Künstliche Intelligenz‘ – Überlegungen zur Zukunft schulischer Bildung. In: Huber, Stephan Gerhard (Hrsg.): Jahrbuch Schulleitung 2019. Köln: Carl Link, 381-402.

Hamisch, Katharina/ Joachim-Holz, Kornelia/ Koglin, Franziska (2016): Bildung am Wendepunkt. In: Hinz, Andreas/ Kinne, Tanja/ Kruschel, Robert/ Winter, Stefanie (Hrsg.): Von der Zukunft her denken. Inklusive Pädagogik im Diskurs. Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt, 114-121.

Vorträge & Workshops

Hamisch, Katharina (2024): Potenzialentfaltung durch Künstliche Intelligenz in der inklusiven beruflichen Bildung. 7. Fachtagung „Inklusion/Gemeinsames Lernen in der beruflichen Bildung“, 25.04.2024, Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM), Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg (MBJS) und Senatsverwaltung Bildung, Jugend und Familie des Landes Berlin (SenBJF)

Hamisch, Katharina/ Kruschel, Robert (2023): AI as a catalyst for inclusive education. Digital Transformer Days, 29.11.2023, ConAct

Hamisch, Katharina/ Kruschel, Robert (2020): Zwischen Individualisierungsversprechen und Vermessungsgefahr – Die Rolle der Schlüsseltechnologie Künstliche Intelligenz in der Welt inklusiver Bildung. 34. Tagung der Integrations- und Inklusionsforscher*innen, 27.02.2020, Pädagogische Hochschule Wien & Universität Wien

Hamisch, Katharina/ Seitz, Simone/ Sindermann, Michaela/ Slodczyk, Nadine/ Wilke, Yannik (2019): Inklusive Schulkulturen unter widersprüchlichen Vorzeichen?. 33. Jahrestagung der Inklusionsforscher*innen, 22.02.2019, Humboldt-Universität zu Berlin

Hamisch, Katharina/ Seitz, Simone/ Slodczyk, Nadine (2019): OGS im Blick – die wissenschaftliche Begleitung. Qualitätszirkel im Projekt: Qualitätsoffensive Ganztag im Primarbereich, 28.03.2019, Stadt Köln

Hamisch, Katharina (2018): Mediatisierung in einer globalisierten Welt als Anlass für Bildungsinnovationen. Europäische Lernwerkstättentagung 2018, 04.05.2018, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Hamisch, Katharina/ Joachim-Holz, Kornelia/ Koglin, Franziska (2017): Bildung am Wendepunkt – das System neu gedacht. 31. Internationale Jahrestagung der Inklusionsforscher/innen, 24.02.2017, Pädagogische Hochschule Österreich

Interviews

Radio3, Interview von Anja Herzog mit Katharina Hamisch, 28.05.2024: KI für eine inklusive Schule. Online: https://www.radiodrei.de/programm/schema/sendungen/radio3_am_morgen/archiv/20240528_0600/radio3_aktuell_0910.html

n-tv.de, Interview von Tim Kröplin mit Katharina Hamisch und Robert Kruschel, 24.06.2023: Benachteiligung überwinden – „Mit KI kann man Lerninhalte an Schüler anpassen.“ Online: https://www.n-tv.de/wissen/Mit-KI-kann-man-Lerninhalte-an-Schueler-anpassen-article24214012.html

Bundeszentrale für politische Bildung, Interview von Philine Janus und Sebastian Rossbach mit Katharina Hamisch und Robert Kruschel, 08.05.2023: KI als Katalysator für Inklusion? Die Potenziale Künstlicher Intelligenz für die inklusive Bildung. Online: https://www.bpb.de/lernen/digitale-bildung/werkstatt/520748/ki-als-katalysator-fuer-inklusion/

Maas, Marie-Charlotte (2022): Lerne lieber ungewöhnlich. Sonar. Das Bildungsmagazin der Deutsche Telekom Stiftung. Nr. 12 (2022), 22-27. Online: https://www.telekom-stiftung.de/sites/default/files/files/media/publications/sonar-nr-12-web.pdf

GemeinsamEinzigartig, Interview, Blog-Artikel vom 22.07.2021: https://www.gemeinsameinzigartig.org/post/interview-mit-katharina-hamisch